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Cane da Pastore Maremmano Abruzzese

Abstammung:
Der Name Cane da Pastore (= Schäferhund ) Maremmano (= Gebiet der Maremma)
Abruzzese (= Abruzzen) weist auf den Ursprung dieser Rasse hin. Sie geht auf die
Herdenschutzhunde zurück, die die Schafherden selbständig beschützt haben.
Über Jahrhunderte lebten sie von Juni bis Oktober in den Bergen der Abruzzen
um sich dann bis zum nächsten Juni in die Ebenen der Maremma zurückzuziehen. Einige Hunde blieben aber auch als Wachhunde auf den Höfen. Auch in den
Häusern der Oberschicht in der Toskana konnte man sie finden.
Heute werden sie größtenteils noch zum Bewachen von Schafherden und
Besitztümern eingesetzt.
 
Verbreitung:
Maremmanos findet man in ihrem Heimatland Italien, sowie in Australien, England,
Spanien, der Schweiz und in den USA.
Sie werden noch immer als Arbeitshunde eingesetzt.
In Österreich und Deutschland findet man nur wenige Exemplare dieser
majestätischen Rasse.
Aussehen:
Der Maremmano ist ein kraftvoll, harmonisch gebauter Hund mit weißem Fell.
Die Widerristhöhe von Rüden beträgt 65 – 72 cm, jene von Hündinnen
beträgt 60 – 67 cm. Es ist wichtig, dass das Pigment an Lefzen,
Augenlidern und Pfoten schwarz ist. Die Haarstruktur ist eher hart,
darf leicht gewellt sein und hat sehr viel dicke Unterwolle. Die Rute ist reich
mit dickem Haar bedeckt. Typisch für den Maremmano
ist sein ziemlich großer Kopf, der etwas an den eines Eisbären erinnert.
Er ist zwischen den kleinen, hochangesetzten Ohren breit, aber auch im
Fangbereich nicht schmal. Im Vergleich zum Kuvasz hat er
eine kürzere Schnauze. Die Augen sind mandelförmig und dunkel.
Rüden wirken mit der ausgeprägten Mähne recht maskulin während Hündinnen
im Aussehen und Wesen sehr feminin erscheinen.
 
Wesen:
Diese stolze und würdevolle Rasse wurde im Sinne seiner Verwendung als
eigenständiger und somit „denkender“ Hund gezüchtet.
Daher sind die Hunde nicht übertrieben unterwürfig. Bevor sie einen
Befehl ausführen, hat man immer das Gefühl, dass sie zuerst überlegen was sie tun.
Die Hunde sind Familienmitgliedern gegenüber loyal, Fremden gegenüber reserviert
aber nicht aggressiv. Wenn sie einen Menschen in ihr Hundherz geschlossen haben,
verwandeln sie sich in einen „40-Kilo-Schmusehund“.
 
Erziehung und Pflege:
Um in der Familie ein liebevolles Miteinander leben zu können, braucht der
Maremmano vernünftige liebevolle Erziehung. Hat er verstanden, wer Rudelführer ist,
wird er sich ihm voll unterordnen, wobei er im Vergleich mit anderen Rassen
nie Sieger bei einem Unterordnungswettkampf sein wird, da er
wie schon oben erwähnt, denkt.
Das weiße Haarkleid braucht regelmäßiges Bürsten und Kämmen um einerseits
nicht zu verfilzen und andererseits seine saubere und majestätische Erscheinung
zu erhalten. Baden ist auch bei gröberer Verschmutzung kaum notwendig,
da Schmutz sobald er getrocknet ist, abfällt.
Links:
http://www.fci.standard.Maremmen-Abruzzen-Schaeferhund.doc
http://de.wikipedia.org/wiki/Maremmen-Abruzzen-Schaeferhund
Video über Herdenschutzhunde